Heute hat der Ort mit mehr als 2000 oft hochspezialisierten Beschäftigten wieder seinen Platz in der Produktion von Luxusuhren inne. Wenn die Zentrale des Haarpflegeherstellers Wella mit seinen Tausenden Beschäftigten nicht in Darmstadt, sondern in Sachsen ansässig wäre? Doch die Eigner wanderten nach dem Zweiten Weltkrieg ab – und der Westen beansprucht die ökonomischen Erfolgsgeschichten ganz selbstverständlich für sich. Die Autoren der ersten wirtschaftshistorischen Studie zur Bedeutung von Familienunternehmen in Ostdeutschland beleuchten zum einen die einst wirtschaftliche Größe der früher reichen unternehmerischen Landschaft – schließlich waren Thüringen und Sachsen Vorreiter bei der Industrialisierung. Dabei gibt es aber auch viele Erfolgsgeschichten, die aufzeigen, wie gerade Familienunternehmen nach der Wende zum „Motor für Wachstum und Beschäftigung“ wurden.
Source: Handelsblatt October 23, 2019 11:03 UTC