Positives Fazit für das vergangene Jahr: Asylsuchende sind genauso häufig von Windpocken, Grippe oder Masern betroffen wie der Rest der Bevölkerung. Wegen der beengten Wohnverhältnisse und der gemeinsamen Nutzung von Sanitäranlagen sei in den Einrichtungen das Ansteckungsrisiko erhöht, sagte Dagmar Ziehm vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt. „Das Erkrankungsspektrum der Flüchtlinge ähnelt dem der Bevölkerung“, betonte die Ärztin. An allen Standorten werde eine rund um die Uhr besetzte Sanitätsstation betrieben, sagte die Sprecherin der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, Hannah Buschmann. Aufgrund von Zeitdruck und fehlenden Sprachkenntnissen beim Personal könnten Hausarzt-Praxen teilweise Asylsuchenden nicht gerecht werden, sagte die Landärztin aus dem Kreis Stade.
Source: Die Welt February 04, 2017 10:18 UTC