Drei Tage nach einem Zug der Zerstörung von mutmaßlichen Linksextremisten durch Berlin-Neukölln sind einige Hinweise bei der Polizei eingegangen. Am Freitagabend waren laut Zeugenaussagen etwa 50 zum Teil vermummte Menschen durch mehrere Straßen in Neukölln gezogen und hatten gezielt Fenster von kleineren und größeren Geschäften zerstört und Autos beschädigt. Der Afroamerikaner George Floyd war Ende Mai in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gestorben, nachdem ein weißer Polizeibeamter sein Knie minutenlang an seinen Hals gedrückt hatte. Dafür sei Neukölln bewusst gewählt worden, weil es dort viele rassistische Anschläge von Neonazis gebe und die Polizei bewusst wegsehe. Außerdem gab es in dem Text Bezüge zu den Demonstrationen in den USA wegen der Tötung von George Floyd durch einen Polizisten.
Source: Der Tagesspiegel June 08, 2020 12:22 UTC