Geschliffen anschließend auch die kleine Rede, mit der Martin Mosebach sich für die Bewährung bedankt, die das Festival „Frankfurt liest ein Buch“ seinem 1992 erschienenen Roman „Westend“ gewährt. Bis heute wird das vom Frankfurter Verleger Klaus Schöffling initiierte Festival von einem eigens gegründeten Verein organisiert. Nun hat Rowohlt zuzüglich zu den rund 30.000 Euro, die jeder am Festival teilnehmende Verlag veranschlagen muss, auch noch Geld für die Rechte an „Westend“ ausgegeben, um das Buch neu herausbringen zu können. Der eigens angereiste neue Verleger Florian Illies lud die vielen als Festival-Fans bereitstehenden Frankfurter Schöffen ein, ihr Urteil zu fällen. Er wisse ja nicht, was sich die Gäste des Abends für die Nacht vorgenommen hätten, rate aber zur Lektüre von „Westend“ und sei sich sicher – aus „Frankfurt liest ein Buch“ werde „Frankfurt liebt ein Buch“.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 08, 2019 18:33 UTC