„Short gehen“ heißt in der Sprache der Finanzmärkte: auf sinkende Kurse und auf steigende Renditen der Anleihen setzen. Eine solche Strategie würde Angebotspolitik und Nachfragepolitik miteinander kombinieren – und sie erinnert an die Finanzpolitik Ronald Reagans aus den achtziger Jahren. Genau dies lässt sich derzeit beobachten: Die Kurse der Anleihen fallen, aber an der Wall Street erreicht der Dow Jones einen neuen historischen Rekord. Populismus verleite zu expansiverer FinanzpolitikAn den Märkten beginnen sich die Teilnehmer auf ein solches Szenario einzustellen. „Der wirtschaftliche Ausblick verbessert sich, da sich Potential für eine deutliche Beschleunigung des Wirtschaftswachstums eröffnet“, schreibt Joseph LaVorgna, der Chefökonom der Deutschen Bank für Amerika.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 10, 2016 19:56 UTC