Die Menschen, die hier zuletzt gelebt haben, sie sind an diesem für die Hauptstadt durchaus bedeutenden Tag am Vormittag ausgezogen. 78 Flüchtlinge wohnten bis Freitagmorgen in der Fritz-Reuter-Straße im Bezirk Pankow auf engstem Raum und fleckigem Pressspan, während sie draußen jeden Tag Reihenhäuser und Vorgärten sahen: die letzten Flüchtlinge in Berlin, die in einer Turnhalle untergebracht waren. Anfang dieses Jahres lebten in Berlin noch immer mehr als 1000 Flüchtlinge in Sporthallen. Einerseits ist Berlin ein Sonderfall: Breitenbach hat den Auszug der Flüchtlinge aus Turnhallen zur Priorität erklärt, sie berief sich auf das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz, wonach der Senat Maßnahmen ergreifen kann, um Gefahren abzuwenden. Die Gesundheit der Flüchtlinge sei wegen steigender Zahlen von Gewalt und Krankheitsausbrüchen in den Unterkünften gefährdet gewesen.
Source: Suddeutsche Zeitung April 01, 2017 08:26 UTC