Die Bundesregierung will Covid-19 nicht als Berufskrankheit anerkennen. Das geht aus einem Schreiben des zuständigen Staatssekretärs im Arbeitsministerium, Rolf Schmachtenberg (SPD), an die Berliner Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) hervor, das dem Tagesspiegel vorliegt. Für die Folgen schwerer Coronavirus-Infektionen wären im Fall einer Anerkennung als Berufskrankheit nicht nur Krankenkassen, sondern auch Berufsgenossenschaften zuständig. “Es kann nicht sein, dass wir alle Regeln lockern, die Menschen wieder zu ihrer Arbeit schicken und sie dort dann im Stich lassen“, sagte Senatorin Breitenbach dem Tagesspiegel. Mehr zum Thema Für Jobs mit Kundenkontakt Berliner Senatorin fordert, dass Covid-19 als Berufskrankheit anerkannt wirdÜber die Anerkennung neuer Berufskrankheiten entscheidet ein beim Bund angesiedelter Sachverständigenrat.
Source: Der Tagesspiegel June 15, 2020 15:11 UTC