Yassin Hankir möchte sich mit diesem dunklen Kapitel seines Lebens lieber nicht allzu lange aufhalten. Ja, sagt der Gründer des Frankfurter Start-ups Savedroid, es habe Nachrichten an ihn gegeben, die man als Morddrohungen habe interpretieren können. Spätestens seit einer zweifelhaften PR-Aktion im Frühjahr 2018 ist der Gründer von Savedroid, einst ein Star am Frankfurter Fintech-Himmel, zu einer stark polarisierenden Persönlichkeit geworden – und die Geschichte des Finanztechnologie-Start-ups um viele Kapitel reicher. Savedroid wollte im Gegenzug die Kontodaten nutzen, um den Kunden zum Beispiel günstigere Versicherungen und Handyverträge anzubieten und dafür Provisionen zu kassieren. Das Unternehmen sammelte im Rahmen eines Initial Coin Offerings (ICO) angeblich rund 40 Millionen Euro ein, rund 35.000 Anleger sollen in die virtuellen Gutscheine („Token“) investiert haben.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 08, 2019 09:56 UTC