Die Reform soll das Land attraktiver machen – doch Macron muss für die Entscheidung viel Kritik einstecken. Für die Reform der Vermögenssteuer muss der französische Präsident Emmanuel Macron sich einige Kritik anhören – auch aus der eigenen Partei. Bild: AFPFür die einen ist sie die Neidsteuer schlechthin, für die anderen der fiskalische Ausdruck von Gleichheit und Brüderlichkeit: Die Vermögensteuer wird in Frankreich gerade zu Grabe getragen. Linke Abgeordnete forderten die Namensveröffentlichung jener hundert Franzosen, die von der Reform am stärksten profitierten. Schon ohne diese Zusatzbelastung erwartet die Regierung, dass die Neuverschuldung 2019 wieder von 2,6 auf 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen werde, weil eine Steuergutschrift für die Unternehmen in eine dauerhafte Senkung von Sozialbeiträgen umgewandelt wird, wodurch während eines Jahres eine Doppelentlastung für die Unternehmen entsteht.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 19, 2017 20:37 UTC