Vier Tage nach dem ersten Wahlgang der französischen Präsidentenwahlen erschien in der Weinbeilage der Zeitung „Le Monde“ eine interessante Umfrage. Zu Wort kamen Republikaner (elf), Sozialisten (elf), Grüne und Öko-Aktivisten (zwei), korsische Nationalisten (zwei) und der Kandidat der Antikapitalisten Philippe Poutou. Aber die Partei des Siegers des ersten Durchgangs Emmanuel Macron, Chef der Formation „En Marche!“, war ebenso wenig vertreten wie Marine Le Pens Front National oder die Linksfront des Viertplazierten Jean-Luc Mélenchon. Und das bedeutet heute: Globalisierung und Immigration. Nehmen die Unterdrückten die im fernen Europa verkündeten Ideale von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit nur beim Wort – oder sind sie schon Agenten der Konterrevolution?
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 06, 2017 13:06 UTC