Zürich (dpa) - Einer der höchstdotierten europäischen Kunstpreise geht in diesem Jahr an die türkische Künstlerin Gülsün Karamustafa. Sie erhält 150 000 Franken (rund 138 000 Euro), wie der Stiftungsrat der Roswitha Haftmann-Stiftung am Mittwoch in Zürich mitteilte. «Die Künstlerin, deren Werk verschiedene Gattungen wie Malerei, Installation, Video und Performance umfasst, gehört zu den bedeutendsten Kunstschaffenden der Türkei», teilte die Stiftung mit. Sie beschäftigte sich schon in den 1970er-Jahren mit Themen wie Migration, Feminismus, Gender und der Aufarbeitung des Kolonialismus, wie die Stiftung berichtet. Sie lebte in den 60er Jahren zeitweise in Berlin, wo ihr damaliger Mann Werner Haftmann Gründungsdirektor der Neuen Nationalgalerie war.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung July 21, 2021 12:00 UTC