Am Anfang liest dieser Martin Schulz ein, zwei aufgeschriebene Scherze vor. An dem Tag, an dem der Merkel-Herausforderer Schulz sichtlich ins Zaudern gerät, bläst Gabriel plötzlich zur Attacke auf die Kanzlerin, in deren Kabinett er immerhin noch sitzt. Was fehlt, ist der Sieg im Rücken - und der Triumph vor Augen. Stattdessen kriecht den Sozialdemokraten nach der Niederlage im Saarland und nach der Schlappe in Kiel die Angst unter die Kleider. Wenn ein Vorsitzender gut ist, weil er den Zustand seiner Partei verkörpert, dann ist der zaghafte, unsichere Martin Schulz an diesem Montag ein sehr guter Vorsitzender.
Source: Suddeutsche Zeitung May 08, 2017 18:11 UTC