MünchenIn der Affäre um den illegalen Export von Gasturbinen auf die russisch besetzte Krim sind Mitarbeiter von Siemens ins Visier der deutschen Justiz geraten. Siemens hatte die seit Mai laufenden Ermittlungen im Geschäftsbericht öffentlich gemacht und dort erklärt, mit den Behörden zu kooperieren. Die Gasturbinen seien für ein Kraftwerksprojekt in Taman im Süden des Landes bestellt und geliefert und auch dorthin geliefert worden. Ob die drei Siemens-Mitarbeiter - zwei von einer russischen Tochter, einer von einer Gemeinschaftsfirma in Russland - in die Lieferung auf die Krim involviert waren oder zumindest von den Plänen der Russen wussten, ist unklar. Die Ermittlungen dauerten noch an, ein Ende sei nicht absehbar, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Source: Handelsblatt November 29, 2018 13:18 UTC