Altkanzler Gerhard Schröder hat bestritten, mit seinen Ambitionen auf einen Posten beim russischen Ölkonzern Rosneft der SPD im Bundestagswahlkampf zu schaden. „Ich glaube nicht, dass ich mit dem Mandat meiner Partei schade“, sagte er der Schweizer Zeitung „Blick“ (Donnerstag). „Ich werde mich zur Wahl stellen, trotz aller Kritik, die ich für falsch halte.“ Schröder will Aufsichtsrat bei dem Unternehmen werden, das wegen der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit EU-Sanktionen belegt ist. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte zu den Ambitionen seines Parteifreunds gesagt: „Ich würde es nicht tun.“ Schröder entgegnete: „Jeder muss selber wissen, was er sagt. Er glaube auch, „dass es den Rosneft-Arbeitnehmern in Deutschland und den Gewerkschaften nicht unwohl ist, wenn ein Deutscher an wichtiger Stelle mit dabei ist“, sagte Schröder.
Source: Der Tagesspiegel August 17, 2017 09:11 UTC