Die Verurteilung der Dreißigjährigen zu einer Geldstrafe wegen falscher Verdächtigung ist damit rechtskräftig, allein über die Höhe der Tagessätze muss neu verhandelt werden. Er lobt vielmehr die Arbeit der Amtsrichterin, die das Verfahren im vergangenen Sommer „trotz politischen Drucks“ und „Nebelbomben der Verteidigung“ souverän geführt und ihr Urteil sorgfältig begründet habe. „Es beweist, dass es unwahre Vergewaltigungsanzeigen gibt“In dem Prozess ging es um die sexuellen Kontakte zwischen Lohfink und zwei jungen Männern in einer Berliner Privatwohnung im Juni 2012, die das Gericht – anders als von Lohfink behauptet – als einvernehmlich bewertet hat. Sogar Justizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig (beide SPD) warfen sich für das angebliche Vergewaltigungsopfer in die Bresche. Außerdem weist der Richter nach, dass die von Lohfink immer wieder beklagte mediale Aufmerksamkeit für ihren Fall maßgeblich von ihrem Anwalt zusammengetrommelt wurde.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 10, 2017 10:44 UTC