Heidelberg (dpa) - Der Vorrang wirtschaftlicher Interessen behindert nach Ansicht des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) den Kampf gegen den Krebs. "Drei Tabakkontrollmaßnahmen könnten bis 2050 eine Million Krebsfälle vermeiden", sagt Ute Mons, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des DKFZ. Würden wiederholte Steuererhöhungen, ein umfassendes Tabakwerbeverbot sowie eine einheitliche neutrale Verpackung für alle Zigarettenmarken umgesetzt, bliebe vielen Menschen ein schlimmes Schicksal erspart. Das sei das Ergebnis von Modellrechnungen von DKFZ-Forschern, die im Fachjournal "Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention" veröffentlicht wurden. Mons: "Zehn Prozent mehr Steuern führt in der Regel zu fünf Prozent weniger Absatz."
Source: Suddeutsche Zeitung May 29, 2020 05:15 UTC