Als Graham Swift in den 1950er Jahren in London aufwuchs, war die Vorstellung, Ferien zu machen, ungewöhnlich, ja, unvorstellbar. Deshalb suchten die Menschen wenigstens etwas Zerstreuung in den Strandbädern, im Varieté in den Theatersälen auf dem Pier. Nach seinem letzten, wundervoll elegischen Roman „Ein Festtag“ wollte der Booker-Preisträger mit dem Schreiben eigentlich aufhören. Doch nun ist Swifts neuer, elfter Roman „Da sind wir“ (Aus dem Englischen von Susanne Höbel. Ganz sanft entlockt Graham Swift den Geschichten von Jack, Ronnie und Evie ihre Geheimnisse, ohne sie am Ende vollends preiszugeben.
Source: Der Tagesspiegel April 18, 2020 13:22 UTC