2016 war das erste Jahr seit dem griechischen Eurobeitritt 2001, in dem das Land das Maastrichter Defizit-Kriterium erfüllte. Er betrug 4,2 Prozent des BIP und übertraf damit die von Athen mit den Gläubigern vereinbarte Zielgröße von 0,5 Prozent deutlich. Er lag sogar höher als die Marke von 3,5 Prozent, die die Gläubiger für die Zeit nach Ende des laufenden Hilfsprogramms Mitte 2018 von Athen fordern. Nach Kommissionsangaben lassen die Zahlen aber nicht den Schluss zu, dass Griechenland dauerhaft eine so positive Haushaltsentwicklung aufweisen werde. Es enthält neben den üblichen Möglichkeiten wie einer weiteren Laufzeitverlängerung auch die Option, dass der Euro-Krisenfonds ESM die ausgezahlten IWF-Kredite übernimmt.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 05, 2017 17:42 UTC