In den Industriestaaten erhöht sich seit mehr als 150 Jahren alle zehn Jahre die Lebenserwartung um etwa 2,5 Jahre. Menschen mit geringeren Einkommen leben meist kürzer als Besserverdiener und können so von ihren eingezahlten Beiträgen weniger lang profitieren. In den Industriestaaten erhöht sich seit mehr als 150 Jahren alle zehn Jahre die Lebenserwartung um etwa 2,5 Jahre. Für Studienautor Lüthen ist damit klar: "Menschen mit niedrigem Lebenslohneinkommen beziehen also nicht nur weniger, sondern auch kürzer Rente, was dem Äquivalenzprinzip der gesetzlichen Rentenversicherung widerspricht." Das Äquivalenzprinzip basiere auf der Annahme, dass die Lebenserwartung innerhalb eines Jahrgangs gleich sei und sich nicht nach dem Einkommen unterscheide.
Source: Suddeutsche Zeitung June 04, 2019 16:55 UTC