Mit dem Abzug seiner Militärbeobachter aus dem Gebiet Afrin gab Moskau der Türkei das Schussfeld frei. Im Sommer 2012 hatten die „Volksschutzeinheiten“, die personell und ideologisch eng mit der in der Türkei aktiven kurdischen Terrorbande PKK verbunden sind, in Afrin die Macht übernommen. Nachweisbar ist allerdings, dass die Türkei als ihren Hauptfeind in Syrien nicht mehr wie einst Assad sieht, sondern die „Volksschutzeinheiten“. In der Türkei hat der zweite Einmarsch der Armee in Syrien derweil alle „türkischen“ Parteien geeint. Während die halb zerschlagene, von Kurden und einem Teil der türkischen Linken gewählte Partei HDP Kritik an der Invasion übt, gibt es ansonsten keine Opposition dazu.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 22, 2018 21:11 UTC