Die Nachricht, dass der Autohersteller Honda sein Werk im britischen Swindon 2022 schließt, hat in Großbritannien für große Aufregung gesorgt. Das Honda-Management bemüht sich zwar zu beteuern, dass der Brexit nicht ausschlaggebend gewesen sei – sondern „globale Entwicklungen in der Branche“. Für japanische Unternehmen wie Honda, das sich 1989 in Großbritannien ansiedelte, um dort für den – sehr viel wichtigeren – EU-Markt zu produzieren, ist der Brexit aus einem weiteren Grund ein großes Problem. Es nützt dem Unternehmen nichts, wenn es sich in dem tief gespaltenen Großbritannien in der Debatte zwischen Austrittsbefürwortern und -gegnern auf eine Seite stellt. Aber ob man es ausspricht oder nicht: Der Fall Honda ist ein weiterer Beweis, dass der EU-Abschied Großbritannien schaden wird.
Source: Handelsblatt February 19, 2019 15:33 UTC