Das Münchner ifo-Institut mischt sich in die Hartz-IV-Debatte ein und macht einen Vorschlag für eine Reform, „die man kaum ablehnen kann“. Die Hartz-IV-Grundsicherung kann nach Einschätzung des Münchner Forschungsinstituts Ifo ohne Kosten für den Staat reformiert werden, wenn höhere Zuverdienste stärker begünstigt würden. Das Institut schlägt vor, dass bei niedrigen Einkommen oberhalb von 630 Euro pro Monat nur noch 60 Prozent der Grundsicherung abgezogen werden. Bedarfsgemeinschaften mit Kindern könnten im Modell weiter die ersten 100 Euro ohne jeden Abzug bei den Hartz-IV-Zahlungen hinzuverdienen. Durch den erhofften positiven Jobeffekt durch den Vorschlag des Ifo-Instituts würden sich laut den Forschern auch die staatlichen Einnahmen erhöhen – insgesamt solle die Umsetzung keine Mehrkosten verursachen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 18, 2019 13:18 UTC