Wenzel Michalski, Direktor von Human Rights Watch Deutschland, fordert ein Umdenken im Weltsport. Doch:„Wir sehen ja im organisierten Weltsport immer wieder, dass da tatsächlich Geld vor Menschenrechte kommt.“Das würden auch die großen Sportereignisse der letzten Jahre zeigen: Olympische Spiele in Peking, die Fußball-WM in Katar, bald die Klub-Meisterschaften in Saudi-Arabien, zählt Michalski auf. Eigentlich unterstehen große Sportorganisationen wie das IOC und die FIFA auch den UN-Richtlinien für Wirtschaft und Menschenrechte - heißt: In ihrem Geschäftsumfeld dürfen keine Menschenrechtsverletzungen stattfinden. '“Sport muss Gigantismus hinterfragenSportevents in autokratischen Ländern zu boykottieren, würde in der Konsequenz aber auch bedeuten, dass die Sportorganisationen auf Geld verzichten müssten. „Dann muss der Sport gucken, wo er neue Einkommensquellen herholt, wenn er denn tatsächlich so viel Geld überhaupt nötig hat.
Source: Die Welt April 18, 2023 13:32 UTC