Rechts und links stehen kleine Wannen aus Plastik bereit, um die mobilen Telefone all jener Besucher aufzunehmen, die sich in der Galerie Carlier Gebauer die immersive Installation von Laure Prouvost anschauen wollen. Nichts funktioniert wie vorgesehen – aber vielleicht ist das Vorgesehene und damit Vorhersehbare auch etwas, womit Prouvost nichts anfangen kann. Mindestens so sehr geht es Prouvost allerdings um menschliche Sehnsüchte und Bedürfnisse etwa nach Ruhe, Träumen, Inspiration. Mehr zum Thema Biennale in Venedig Das Feuer von MuranoDer Wunsch nach paradiesischen Zuständen, nach Liebe und Frieden und Glückseligkeit, trifft bei Laure Prouvost auf vollstes Verständnis. Bloß bekommt man das alles nicht, ohne zugleich mit dem Zustand der echten Welt konfrontiert zu werden.
Source: Der Tagesspiegel November 19, 2019 12:33 UTC