Im vergangenen Jahr wies die Statistik nur einen Flüchtling auf, der die illegale Einreise über das Meer versuchte. Im Landesinnern ist die Donau auf 470 der 605 Kilometer der gemeinsamen Grenze mit Bulgarien für die Schlepper eine natürliche Barriere. Offiziell gilt der Flüchtlingskorridor über die Balkanroute schon seit Frühjahr vorigen Jahres als abgeriegelt. Die meisten der von der Türkei einreisenden Transitflüchtlinge versuchten bisher, über Bulgarien und Serbien nach Westen zu gelangen. Das Ausweichen auf das Schwarze Meer scheint auch eine Reaktion auf die verschärften Kontrollen an der weitgehend abgezäunten Landgrenze zwischen Bulgarien und der Türkei zu sein.
Source: Neues Deutschland August 24, 2017 14:26 UTC