In Indonesien kreierte die Regierung einen Index, der die Leistung der Wissenschaftler bewerten sollte. Kommentar von Patrick IllingerEin bizarrer Fall übereifriger Forschungspolitik wird aus Indonesien berichtet. Innerhalb von nur vier Jahren schnellte die Zahl der Publikationen indonesischer Wissenschaftler in der weltweit anerkannten "Scopus"-Datenbank nach oben, von 7000 auf 28 000 pro Jahr. So zeigte sich, dass die gemäß Index erfolgreichsten Wissenschaftler des Landes an zweitklassigen Universitäten arbeiteten und merkwürdig randständige Themen bearbeitet hatten. Die derzeit gängigste Kennzahl für wissenschaftliches Ansehen ist der 2005 von dem Physiker Jorge Hirsch erdachte Hirsch-Index, kurz "h-Index", eine Zahl mit Kultstatus.
Source: Suddeutsche Zeitung January 11, 2019 17:48 UTC