Programmierer haben sich mit Genforschern zusammmengetan, um schädliche Keime sicher aufzuspüren. In jedem Milliliter Trinkwasser, wohlgemerkt: nicht im Abwasser, kann man je nach Wasserleitung bis zu achtzigtausend unterschiedliche Mikroorganismen finden. Unsere Umwelt bietet Raum für unglaublich komplexe Ökosysteme, die sich mit mikroskopischen und heute vor allem mit gendiagnostischen Instrumenten erschließen lassen. Mit der Verbindung von schneller Genomsequenzierung („Next-Generation-Sequencing“) und Künstlicher Intelligenz bekommt das Aufspüren der Bioindikatoren nun eine neue Qualität. Theoretisch sollte sich dieses Verfahren zur Dauerumweltüberwachung eignen, allerdings muss es sich dazu noch tausendfach in Umwelttests bewähren.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung December 29, 2018 10:30 UTC