Doch selbst, wenn Gantz die meisten Stimmen holt, könnte Netanjahu Premier bleiben. Ins Büro des Regierungschefs zieht derjenige ein, der eine mehrheitsfähige Koalition auf die Beine stellen kann. Nur wenn sich die ultra-orthodoxen Parteien mit ihren vorausgesagten 16 Abgeordneten auf die Seite von Blau-Weiß schlagen sollten, könnte Gantz eine mehrheitsfähige Koalition zimmern. Die US-amerikanische Israel-Lobby AIPAC, sonst ein enger Verbündeter Netanjahus, hat den Premier für seine Hilfe an die in den USA verbotenen Partei scharf kritisiert. In Israel bekommt nicht unbedingt der Wahlsieger vom Staatspräsidenten den Auftrag zur Regierungsbildung, sondern derjenige mit den besten Chancen, eine mehrheitsfähige Koalition zu verpflichten.
Source: Handelsblatt February 24, 2019 13:41 UTC