Der Mann, der damals 29-jährige Alex W., beschimpfte sie, die ein Kopftuch trug, als Islamistin und Terroristin. Während Ägypten, damals noch unter Hosni Mubarak, Marwa el-Sherbini zur „Kopftuchmärtyrerin“ verklärte, wurde die Tat in Deutschland vergleichsweise wenig beachtet. Am Mittwoch soll in der Dresdner Zentralbibliothek ein Podiumsgespräch unter dem Titel „Tödliche Realitäten“ an Marwa el-Sherbini erinnern. Auf den Mord an Marwa el-Sherbini ging sie auch in ihrer Autobiografie „Die mit dem Kopftuch“ ein. (...) kaum einer schien die politische Dimension dieses Vorfalls zu begreifen: Marwa El-Sherbini war gebildet, beherrschte die deutsche Sprache und hat den Rechtsweg gewählt.
Source: Der Tagesspiegel July 01, 2019 05:26 UTC