Ich bin alles, was ich will.« Lars Montags Komödie ist ein Triptychon der Traurigkeiten Foto: x-verleih»Einsamkeit und Sex und Mitleid«. Nicht zu vergessen den verklemmten Christen, der sich selbst die Peitsche gibt, wenn Gott mal wieder stumm bleibt und ihn mit seinem Liebeskummer hängenlässt. Die stoßen sich manchmal an einer Fensterscheibe den Kopf – wohl auch als Metapher für alle, die in die Gemeinschaft nicht hineinkommen. »Das ist Vertragsbruch«, faucht sie nackt, »das ist Betrug.«Die turbulente Komödie bietet bizarre Wendungen und von der Kindesentführung bis zum Mord so manchen Regelverstoß. Inszeniert ist das zwischen der Reihenhaustristesse biederer Stadtrandbezirke und dem aufgesetzten Schick von Silent-Disco-Klubs, in denen jeder mit Kopfhörer für sich allein tanzt.
Source: Die Welt May 07, 2017 16:23 UTC