Rund 250 Angestellte waren in Streik getreten, nachdem monatelange Vertragsverhandlungen zwischen dem Unternehmen und der lokalen Gewerkschaft gescheitert waren. Doch der Streit wirft ein Schlaglicht auf die Konflikte, die der Firmenwandel mit sich bringt. „Vor allem fordern wir eine bessere Work-Life-Balance und eine Rückkehr zu den familiären Werten und dem Erbe, auf dem die Marke Jim Beam basiert“, sagte Jannelle Mudd, Mitarbeiterin und Präsidentin der örtlichen Gewerkschaftsvertretung, dem „Wall Street Journal“. Damals begann Johannes Jakob Böhm, ein Sohn deutscher Einwanderer, der sich später in Jacob Beam umbenannte, in Clermont mit der Bourbon-Herstellung. Auch auf die Firmenkultur wirkte sich die Übernahme aus, etwa durch einheitliche Arbeitskleidung - in Japan normal, in Kentucky nicht.
Source: Handelsblatt October 22, 2016 06:56 UTC