Zwei Männer, ein etwa Siebzigjähriger und ein Mittdreißiger, hocken einander gegenüber in einem braun getäfelten Wirtshaussaal. Draußen der Wirtsgarten und der oberbayrische See, hier drinnen nur diese beiden, Vater und Sohn. Ein halbes und ein ganzes Leben lang hatten die zwei sich nie was zu sagen. Eben aber, wir sind im Jahr 1984, ist die Frau vom Pankraz gestorben, Semis Mutter, und das Begräbnis und der Leichenschmaus sind vorbei, die anderen Gäste gegangen. „Zwei Herren im Anzug“ heißt das drei Generationen umspannende Epos, das bis auf wenige kurze Szenen nur in und um die pankrazische Wirtschaft mit Gehöft und Wiesen spielt.
Source: Der Tagesspiegel March 22, 2018 10:41 UTC