Hundertsieben Lungenärzte hatten im Januar die Stellungnahme unterschrieben, mit der ihr Fachkollege Dieter Köhler die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide kritisierte. Um das zu beurteilen, muss man zunächst wissen, um welche Rechenfehler es geht. Laut Köhler entspricht die Belastung bloß der eines Menschen, der über mehrere Monate täglich eine Packung Zigaretten raucht. Tatsächlich aber ist der Schaden viel größer: Er entspricht dem, den ein Raucher sich zufügt, der sechs bis 32 Jahre täglich eine Packung raucht. Das ergibt sich, wenn man nach Köhlers Logik, aber ohne die von ihm gemachten Fehler rechnet.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 17, 2019 07:31 UTC