Dann die riesige Plaça de les Glòries Catalanes, die dem Ruhm des katalanischen Volkes gewidmet ist, mit Barcelonas neuem Designmuseum und gleich nebenan dem wimmelnden Straßenmarkt Encants. Ein Stückchen weiter unten, nur einen Steinwurf von der Diagonal entfernt, folgt Gaudís unvollendete Sagrada Familia, Kataloniens meistbesuchte Sehenswürdigkeit. Etwas weiter westlich streift die Diagonal den schönen Macaya-Palast (1901) des Architekten Josep Puig i Cadafalch, und weiter geht’s mit feinen Hotels, feinen Läden, angesagten Bars, zahlreichen Banken – und über Letztere muss jetzt doch einmal geredet werden. Damit haben sie aus der Mär, die katalanische Wirtschaft stünde hinter der Unabhängigkeit, erbarmungslos die Luft herausgelassen. Der FC Barcelona übrigens, der so vehement für die Unabhängigkeit Kataloniens eintritt, ließ verlauten, er werde im Fall der Sezession selbstverständlich weiter in der spanischen Liga spielen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 10, 2017 09:00 UTC