Fabiola Lalinde ist seit fast 35 Jahren dabei, alle Ereignisse zu dokumentieren, die mit dem gewaltsamen Verschwinden ihres Sohnes zusammenhängen. Foto: Knut Henkel»Operación Ciriri« heißt der Dokumentarfilm, den Fabiola Lalinde als das Vermächtnis ihres langjährigen Kampfes für Gerechtigkeit bezeichnet. »Es ist mein Beitrag, um das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen in Kolumbien zu ächten und er soll den Menschen Mut machen, die ein ähnliches Schicksal wie ich teilen«, sagt die 81-Jährige mit fester Stimme. Fabiola Lalinde ist eine kleine, zierliche Frau, die gern Blusen mit einem Pullunder kombiniert und meist eine Perlenkette zur obligatorischen Brille trägt. So kennen sie ihre Mitstreiter, deren wichtigste Adriana Lalinde ist, die gleich um die Ecke von dem Altenheim wohnt, in dem ihre Mutter seit Anfang 2018 untergebracht ist.
Source: Neues Deutschland May 12, 2019 13:41 UTC