Die Waffen sollen in Kolumbien nach über 50 Jahren des Blutvergießens dauerhaft schweigen: Nach der Einigung auf einen Friedensvertrag mit der kolumbianischen Regierung haben die Farc-Rebellen einen endgültigen Waffenstillstand verkündet. Das sei die wichtigste Ankündigung seines Lebens „gegenüber Kolumbien und der Welt“. In fast vierjährigen Verhandlungen in Kubas Hauptstadt Havanna einigten sich Regierung und Farc auf eine Landreform, die künftige politische Teilhabe der Rebellen, Kampf gegen den Drogenhandel und eine Entschädigung der Opfer verständigt. Umstritten ist besonders eine Sonderjustiz, die auch für schwere Verbrechen eine Haftstrafe von nur maximal acht Jahren für Guerillakämpfer vorsieht. Bislang investierte die Regierung pro Jahr rund drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den Kampf gegen illegale Gruppen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung August 29, 2016 02:56 UTC