In seiner wöchentlichen Kolumne „Spiegelstrich“ betrachtet er das Verhältnis von Sprache und Politik. Als ich ein Kind war, vor über 40 Jahren im westfälischen Hiltrup, war das Wort „Neger“ üblich. Wieso konnte sich der Begriff „Indianer“ halten? Der Publizist und Sexualforscher Magnus Hirschfeld verwendete 1933 den Begriff „Rassismus“ und widerlegte die Rassenlehre der Nazis. Es bleibt aber so einfach, wie es immer schon hätte sein können: Fühlt sich die oder der Andere gekränkt, braucht es ein besseres Wort.
Source: Der Tagesspiegel June 14, 2020 14:48 UTC