Der Fußball muss sich bändigen, sonst wird die Krise sehr viel mehr kosten, als nur den Verlust der schwächsten Marktteilnehmer. Es ist legitim, dass der Profibetrieb jede Option prüft, und es ist nachvollziehbar, dass er an den Türen des großen, gesamtgesellschaftlichen Lock-Downs rüttelt. Der Fußball rüttelt an Türen, die das Virus für alle verriegelt hat, deshalb werden auch alle genau hinschauen. Umverteilung, Reformen, Gehaltsreduzierung, temporärer Verzicht wären die Themen, damit möglichst viele saniert aus der Insolvenz-Welle kommen. Wenn er aber jetzt sein turbokapitalistisches Wesen nicht bändigen kann, wird ihn diese Krise sehr viel mehr kosten, als nur den Verlust seiner schwächsten Marktteilnehmer.
Source: Suddeutsche Zeitung April 05, 2020 16:55 UTC