In vielen deutschen Bordellen arbeiten und leben Frauen, die Alkohol oder andere Drogen konsumieren, um Zwang und Gewalt besser aushalten zu können. Nein, es darf nicht als normal gelten, eine solche Situation für die eigene Befriedigung auszunutzen. Sexuelle Gewalt bleibt sexuelle Gewalt, auch wenn dabei ein Geldschein den Besitzer wechselt. Es darf auch nicht als normal gelten, dass es in der Armuts- und Drogenprostitution keine Preisgrenze nach unten gibt. AnzeigeDie Debatte für und wider eines Sexkaufverbots sollte sich immer an den Bedürfnissen der Prostituierten orientieren – und nicht an denen der Kunden.
Source: Die Welt May 27, 2020 04:18 UTC