Die Ukraine hat Ungarn vorgeworfen, die Rechte von sieben vorübergehend festgenommenen ukrainischen Bankmitarbeitern verletzt zu haben. Das ukrainische Außenministerium teilte am Montag mit, es habe Aussagen von den inzwischen freigelassenen Bankmitarbeitern erhalten, wonach sie während ihrer Haft misshandelt wurden. Die sieben Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Oschadbank waren am Donnerstag in Ungarn festgenommen worden, als sie Bargeld aus Österreich in die Ukraine transportierten. Kiew erklärte hingegen, Ungarn habe die Männer »als Geiseln« genommen – als Vergeltungsmaßnahme für die verzögerte Wiederinbetriebnahme der Druschba-Pipeline, die russisches Öl durch die Ukraine nach Budapest leitet. Ungarn und die Slowakei, die ebenfalls russisches Öl durch die Pipeline erhält, werfen Kiew vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern.
Source: Die Welt March 10, 2026 06:59 UTC