Jahrhunderts befassen sich in den sechziger Jahren mit einer Erzählung aus dem Alten Testament: Gott befiehlt Abraham, seinen Sohn Issak zu opfern. Das Stück folgt der Bibel: Abraham zeigt sich bereit zu gehorchen, Gott aber rettet Isaak und belohnt Abraham für seinen Gehorsam. Anders Benjamin Britten, dessen „War Requiem“ Donald Runnicles mit dem Orchester und Chor der Deutschen Oper interpretiert. Und im Offertorium der Totenmesse sagt Owens Lyrik: Abraham wollte nicht auf den rettenden Engel hören, sondern er „slew his son, and half the seed of Europe“. Wenn der Chor psalmodierend zum Tritonus-Klang der Glocken sein „Requiem aeternam“ intoniert, ist die Atmosphäre nicht geheuer.
Source: Der Tagesspiegel September 12, 2021 16:41 UTC