Trotz der jüngsten Strafzahlung in Milliardenhöhe für die jahrelange Korruptionspraxis im Konzern reißen für Airbus die Hiobsbotschaften nicht ab. Während die österreichische Regierung wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen beim Verkauf von Eurofighter-Kampfjets einen Schadensersatz vom deutsch-französischen Konzern fordert, lässt die Regierung in Kuwait prüfen, ob bei der Bestellung von Passagierjets Korruption mit im Spiel war. Schon 2003 hatte die Regierung in Wien beschlossen, 18 Eurofighter von Airbus für die Überwachung ihres nationalen Luftraumes zu kaufen. Doch mit dem bislang größten Rüstungsauftrages ihres Landes im Gesamtvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro fühlten sich die Politiker von den Airbus-Managern massiv getäuscht. Danach sollen Schmiergeldzahlungen an diverse Politiker geflossen sein, um sich gegenüber amerikanischen Bieterkonkurrenten Vorteile zu verschaffen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 19, 2020 17:15 UTC