Als Falco erfährt, dass seine Frau Carole (Mathilde Lebrequier) nicht auf ihn gewartet hat, fehlen sogar ihm die Worte. Wer sich in „Falco“ eine tragende Rolle verdienen will, muss sich schnell und forsch bewegen und mit Türen schlagen können. Nach der völlig überfrachteten Pilotfolge entspannt sich die Handlung etwas und gibt den Gegensätzen im neuen Ermittlerteam Raum. Während Falco sich rührend um Frauen und Kinder (allesamt Opfer) kümmert, ist sein humorloser Kollege damit beschäftigt, die Anrufe seiner Mutter abzuwehren, die sich Sorgen um sein nicht existentes Privatleben macht. Spannender als die Umsetzung selbst ist überhaupt die Beobachtung, wie geschmeidig der aus der Zeit gefallene deutsche Macho in andere Fernsehkulturen zu passen scheint.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung April 06, 2018 16:30 UTC