»Die Poesie wird mit dem Hammer gemacht«, lautet ein Bonmot des russischen Dichters Majakowski, das Uecker als eine seiner Kernüberzeugungen gern wiederholte. Das Piano als Gegenstand des bürgerlichen Kulturfetischismus hatte Uecker 1964 im Pianohaus Kohl in Gelsenkirchen benagelt, und die Aktion 1970 in seiner Uecker-Zeitung dokumentiert. »Da muss ein Nagel reingeschlagen werden, damit da Widerstand erzeugt wird …, so dass Kunst eindringen kann in die Banalität von Leben«, erklärte Uecker seine Kunst. Er trieb Nagel um Nagel in die Holzplatte, die vor ihm auf dem Boden lag: »Ich knie da drauf und mache das wie ein Acker. Günther Ueckers Œuvre lässt sich nicht auf die strukturierte Topographie seiner Nagelgemälde reduzieren.
Source: Junge Welt February 15, 2026 18:31 UTC