Kurzkritik - Pure Ironie - News Summed Up

Kurzkritik - Pure Ironie


Der New Yorker Songschreiber Darwin Deez in der KranhalleVon Martin PfnürDieser unterschwellig ironische Gestus urbanen Hipstertums ist schon ein lustiges Phänomen. Man kann es sich vielleicht am besten als eine Art Umdeutungs-Filter vorstellen, durch den allerlei Uncooles plötzlich wieder cool oder zumindest weniger uncool wird. Da wären etwa diese grauenhaften Prinzessinnen-Ringellöckchen und dieser fadenscheinige Schnurrbart, mit denen der New Yorker Songschreiber Darwin Merwan Smith alias Darwin Deez auf seinem 2009 erschienenen Debütalbums in Erscheinung trat. Oder diese ulkigen Tanz-Choreografien, die er in der Kranhalle zusammen mit seiner dreiköpfigen Band selben Namens zu diversen Kirmesbeats vom Band aufführte. Oder auch diese technisch großartigen, nach moderneren musikästhetischen Maßstäben aber eben auch recht anachronistischen musikalischen Einlagen, deren Virtuosität Darwin Deez entsprechend nicht ohne ironischen Schlenker wirken lassen wollte.


Source: Suddeutsche Zeitung September 28, 2018 17:03 UTC



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