Einhundert Prozent wird Martin Schulz an diesem Sonntag für die SPD im Saarland nicht erzielen müssen. Folgen:Statt der CDU-Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer, so die Hoffnung der Saar-SPD, könnte dank der Anschubhilfe von Schulz die sozialdemokratische Spitzenkandidatin Anke Rehlinger Ministerpräsidentin werden. Entweder zusammen mit der vom früheren SPD-Vorsitzenden Lafontaine geführten Linkspartei als kleinem Partner oder in einer großen Koalition, in der die CDU mit der SPD die Rolle des Juniorpartners tauscht. Und mit einer rot-schwarzen Koalition ohne Merkel, in der die SPD mit Martin Schulz als Kanzler das Sagen hat, könnte sich wohl auch der linke Parteiflügel anfreunden. InteraktivDas denkbar ungünstigste Szenario für die SPD und Schulz wäre jedoch ein Wahlergebnis für die SPD mit starken Stimmenzuwächsen, das aber dennoch nicht für einen Machtwechsel in Saarbrücken reicht.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 24, 2017 11:51 UTC