Während der ideologische Wert von Nahrungsmitteln ins Unermessliche steigt, können sie den meisten Deutschen gar nicht günstig genug sein. Durch die Klimabewegung ist das Thema in den politischen Raum geholt worden – bisher mit wenig brauchbarem Ergebnis. AnzeigeFrüher wurde unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt, heute wird sie es an den Fleischtöpfen: Der Nackensteak-Esser wird zum Rückgrat der Gesellschaft hochgejazzt und die Hoheit über den Grillteller zum Gradmesser der Liberalität unserer Gesellschaft. Der ideologische Wert von Lebensmitteln ist mittlerweile immens hoch, nur wenn es ums Bezahlen geht, dann kann es hierzulande nicht niedrig genug sein. Insofern ist der Lebensmittelgipfel, der nun im Kanzleramt stattgefunden hat, mehr als nur eine Sache des Interessenausgleichs zwischen Landwirten und Handel.
Source: Die Welt February 03, 2020 18:22 UTC