Allerdings gelingt es nur einem Teil der Vertriebenen, Zugang zu diesen Zentren zu erhalten. Schulen wurden in Notunterkünfte umgewandelt, während die Zahl der vertriebenen Familien auf Straßen, Parkplätzen und in provisorischen Unterkünften weiter zunimmt. Für viele Familien ist die Flucht kein einmaliges Ereignis, sondern eine wiederholte Erfahrung von Unsicherheit, Angst und Entwurzelung. Zehntausende Menschen überquerten im März die Grenze nach Syrien, darunter viele syrische Flüchtlinge, die bereits im Libanon lebten und erneut zur Flucht gezwungen wurden. Im Libanon bedeutet Vertreibung nicht mehr nur den Verlust der Heimat, sondern auch den Verlust von Sicherheit, Stabilität und Alltag für Hunderttausende von Familien.
Source: Junge Welt April 09, 2026 17:32 UTC