Günter Schneider/imago Ein Portraitierter: Heinz KnoblochWas bleibet aber, stiften die Dichter«, heißt es am Ende von Hölderlins Lobgesang »Andenken«. Der Literaturkritiker Klaus Bellin hat die längst zum geflügelten Wort gewordene Sentenz in den Titel seiner neuesten Sammlung mit Porträts von DDR-Schriftstellern aufgenommen. Nun steckt in der Hölderlinschen Aussage aber mehr als die Feststellung, dass das Gedichtete die Zeiten überdauert. Gewiss nicht, Publikumslieblinge wie August von Kotzebue kennt heute kein Mensch mehr, auch Rudi Strahl wird bald vergessen sein. Bellin reißt es in seinem kurzen Nachwort an, wenn er die »Hoffnung auf ein besseres Deutschland« als große Klammer der DDR-Literatur ausweist.
Source: Junge Welt March 19, 2026 18:31 UTC