Mit einem großen Schiff zum Mond: Phantasien des römischen Schriftstellers LukianIn manchen Nächten scheint der Mond zum Greifen nah zu sein – und das hat schon immer die Phantasie der Menschen angeregt. Die ersten Vorstellungen, wie es dort aussehen könnte, entwickelte der römische Schriftsteller Lukian von Samosata im zweiten Jahrhundert mit seinen „Wahren Geschichten“ („Verae Historiae“). Technisch sind die Mondmenschen selbst den stolzen Römern deutlich voraus: „Auf einem nicht allzu tiefen Brunnen liegt ein Spiegel von ungeheurer Größe. Allerdings: Lukian hatte zwar eine vergleichsweise realistische Ahnung von der Entfernung des Mondes zur Erde. Ansonsten liest sich seine Geschichte aber vor allem als eine beißende Satire auf die Menschen und Herrscher seiner Gegenwart, ihre Eitelkeiten, ihre Fehler, ihre überflüssigen Konflikte.
Source: Suddeutsche Zeitung April 03, 2026 13:51 UTC